Experte: Markus Kröger, Geschäftsführer heycar | Datum: 20. Juni 2019, Newscafé DuMont Berliner Verlag | Fast alles kaufen die Kunden heute schnell im Internet. Kleidung, Essen und eben auch Autos. Doch wie behaupte ich mich als neuer Anbieter im Netz? Gerade wenn die Konkurrenz groß und stark ist? Im Rahmen der Open-Network-Reihe war am Donnerstag Markus Kröger im Berliner Verlag zu Gast. Kröger ist Chef von „heycar“, einer Internetplattform für Gebrauchtwagen. Das Startup wurde vor eineinhalb Jahren in Berlin gegründet, hat aber inzwischen schon 100 Mitarbeiter und bietet 400 000 Wagen an. Dabei hat das Unternehmen nicht selbst die Autos im Bestand, sondern vermittelt den interessierten Kunden an die Autohändler. Mit moblie.de oder autoscout24.de scheint der Markt auf den ersten Blick übersättigt, auch weil Internetriese Amazon ebenso in den Automarkt einsteigen möchte.

Doch Kröger macht mit „heycar“ einiges anders. So konnte das Unternehmen, das von VW mitgegründet wurde, in kurzer Zeit wachsen. „Händler und Kunden wollten eine Alternative zu den großen Anbietern, wir wollen diese Alternative bieten“, sagte er bei seinem Besuch.   Heycar verdiene erst, wenn der Autokauf abgeschlossen ist, mit einer ausgemachten Provision.  Kröger setzt auf Seriösität. Andere Internetseiten würden nur Verkaufsanzeigen verkaufen  und viel Werbung schalten, „heycar“ nicht.  Nicht jeder Autohändler dürfe inserieren, die Kriterien seien hoch. Jedes Auto habe eine Garantie.  Die Seite versuche, schnell auf Kundenbedürfnisse einzugehen, sagte Kröger weiter „Wir chauffieren unsere Kunden über unsere Seite, nehmen sie an die Hand“,  erklärte er. Tatsächlich erscheint nach wenigen Minuten auf der „heycar“-Seite ein Chatfenster: Ein Mitarbeiter bietet seine Hilfe an. „Der Kunde soll das Gefühl haben: Hier kann ich jedes Auto mit gutem Gewissen kaufen.“ Tatsächlich hätten Kunden bei einem Händler vor Ort nicht immer ein gutes Gefühl, meinte der Chef.

Interessant für die etwa 40 Verlagsmitarbeiter, die im Newscafé dem Vortrag Markus Krögers folgten: Die Kundenbedürfnisse verändern sich im Onlinezeitalter regelmäßig. Von Angeboten wie Airbnb, Netflix und Amazon seien Kunden gewohnt, dass das Bedienen der Internetseite standardisiert ist. Und dass das Bezahlen einfach und flexibel geht. „Ziel ist es, eine direkte Kundenbeziehung aufzubauen. Im Idealfall kann die ein Leben lang halten“, so der Geschäftsführer.  Ziel sei es, dass Angebot an Gebrauchtwagen von 400 000 auf 600 000 auszuweiten. Dabei gehe es nicht darum, den Händlern die Kunden wegzunehmen. „Wir verstehen uns als Vermittler, als Teil des Autohandels in Deutschland“, sagt Markus Kröger.

Unser Experte

Markus Kröger leitet seit September 2017 als Geschäftsführer gesamtverantwortlich die Marke heycar mit Sitz in Berlin. Das stark wachsende Unternehmen betreibt eine markenübergreifende Gebrauchtwagenplattform, die in Partnerschaft mit Händlern, Automobilbanken und Automobilherstellern die Bedürfnisse der Gebrauchtwagenkäufer in den Vordergrund stellt.

Das Open Network von DuMont geht nun in die Sommerpause. Anfang September wird es dann mit vielen weiteren spannenden Veranstaltungen weitergehen. Die genauen Themen und Termine finden Sie rechtzeitig auf DuMont Inside.